Veröffentlicht am von Shopeigentümer

Ratgeber Blockbohlenhäuser

Wozu ein Fundament? 

Wenn Sie im Garten geschützten Platz schaffen wollen, um Geräte und Werkzeuge trocken und sicher unterzubringen, so ist ein Garten- oder Blockbohlenhaus eine prima Wahl. Entsprechende Häuser gibt es in vielen Varianten, Größen und Ausführungen. Doch einen Punkt darf man dabei nicht unterschlagen: Das Haus kann man nicht einfach kaufen und aufstellen – es braucht ein Fundament, um stabil zu stehen und vor allem eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten.

Um einen festen Stand des Gartenhauses auf ebenem Boden zu garantieren, ist ein solides Fundament tatsächlich unabdingbar. Bei sehr kleinen „Geräteschuppen“ kann es manchmal genügen, den Boden zu ebnen und zu verdichten, doch auch die stehen sicherer auf einer festen Betonplatte oder einem geraden Pflaster.

Was für Fundamente gibt es?

Ein Fundament zu planen und zu bauen ist keine Raketenwissenschaft. Aber selbst mit Maschinen-Einsatz fällt da einiges an körperlicher Arbeit an, die nicht jeder leisten kann und will. Man sollte also sicher sein, was man im Do-it-yourself-Einsatz hinbekommt.

Ist das Garten- oder Blockbohlenhaus größer als ein einfacher Geräteschuppen – wird es gar hin und wieder als Übernachtungshaus für Gäste genutzt – , dann ist das Erstellen eines frostsicheren Betonfundaments praktisch unverzichtbar. Hierfür gibt es drei verschiedene, klassische Varianten: Das Platten-Fundament, das Streifen-Fundament und das Punkt-Fundament. Bei der Planung sollte man zudem unbedingt an eine spätere Stromversorgung oder etwa Anschlüsse für Wasser und Abwasser denken, das ist schnell mal vergessen und hinterher umständlich nachzurüsten.

Die einfachste Variante: Das Platten-Fundament

Besonders bei Böden mir geringer Standfestigkeit ist das Plattenfundament ideal. Für den Fundament-Unterboden können auch ein paar alte Gehwegplatten zum Einsatz kommen, da diese mit dem „Überbau“ des Holzfußbodens nicht mehr sichtbar sind und „Schönheit“ keine Rolle spielt. Eine preisgünstige Variante, die zudem einfach umzusetzen ist. Diese Fundamentart sollte allerdings nur bei kleineren Garten- und Gerätehäusern mit geringem Gewicht verwendet werden, da die Platten bei größeren Lasten kaputt brechen würden und das Gartenhaus absacken könnte. Auch ist das Ganze keine wirklich frostsichere Variante – besonders starker Bodenfrost kann die Platten auf dem Kiesbett verschieben und das Gartenhaus instabil werden lassen. Eine so genannte „Frostschürze“ kann diesen Nachteil allerdings wieder ausgleichen.

Schritt für Schritt zum Plattenfundament:

  • Aushub einer ca. 30 bis 35 Zentimeter tiefen Grube. Fläche: jeweils etwa 10cm größer als das künftige Gartenhaus-Sockelmaß.
  • Randschalung aus Brettern mit hoher Stabilität (Wichtig, da durch den Beton einiges Gewicht und hoher Druck auf der Verschalung lastet)
  • Auffüllung der Grube mit ca. 15 cm Kies.
  • Kies mit einer Rüttelplatte verdichten und einer PE-Folie abdecken (zum Schutz vor Frostschäden und Nässe aus dem Boden)
  • Grube mit Beton auffüllen - zwischen zwei Betonschichten eine Stahlmatte einziehen (zur Stabilität – darf nicht über die Ränder der Platte hinaus ragen!)
  • Betonoberfläche mit Abzieher waagerecht gerade und glatt ziehen. Fertig!

Das Streifenfundament - die tragende Kraft für die Außenwände

Das Streifenfundament kennzeichnet sich dadurch, dass es direkt unter den tragenden Wänden angelegt wird. Bei einem Gartenhaus mit gleichmäßiger und geringer Last ist der Bau ohne Stahlarmierung möglich. Mit dem Streifenfundament spart man zudem auch Beton, da für die Bodenplatte schon etwa 10cm davon genügen.

Nicht zu vernachlässigen ist dabei, dass Fundament in frostsicherer Tiefe anzulegen, um den Beton vor Abplatzen oder Sprengen zu schützen. Eine Grabentiefe von 80cm empfiehlt sich also. In sehr kalten Gegenden darf es aber durchaus mehr sein, ggf. unter Einsatz eines Minibaggers.

Sowohl Bodenplatte als auch das Streifenfundament werden idealerweise in einem Arbeitsschritt betoniert.

Schritt für Schritt zum Streifenfundament:

  • Abstecken der Außenmaße der Bodenplatte mit Schnüren und Pflöcken
  • Aushub des Bodens mit ca. 20 cm Tiefe
  • Errichtung des Grabens unter den Außenwänden mit ca. 60cm Tiefe/ ca. 30cm Breite Somit beträgt diese gesamte Tiefe nun rund 80cm.
  • Überprüfung der Notwendigkeit einer zusätzlichen Schalung mit Spanplatten und Kanthölzern (abhängig von der Bodenbeschaffenheit)
  • Auffüllung der Grube mit ca. 15 cm Kies. Anschließende Verdichtung.
  • Grube mit Beton auffüllen (falls eine Schalung verbaut wurde, verbleibt diese zur Dämmung im Boden). Zwischen zwei Betonschichten eine Stahlmatte einziehen. Fertig!

Das Punktfundament - fester Boden? Alles klar!

Sollte Ihr Boden an allen Stellen die etwa gleiche Beschaffenheit aufweisen, ist die beste Voraussetzung für das Punktfundament schon geschaffen. Klassischerweise besteht dieses aus neun quadratischen oder runden Einzelfundamenten, welche symmetrisch unter den Außenwänden des Gartenhauses sowie in der Mitte angeordnet werden.

Schritt für Schritt zum Punktfundament:

  • Abstecken der einzelnen Fundamentlöcher mithilfe von Schnüren
  • Aushub quadratischer Löcher mit ca. 40cm Seitenlänge und mind. 80cm Tiefe
  • Verschalung: bei leichtem, sandigen Boden die Löcher mit Brettern verschalen. Bei festem Boden ist dies nicht zwingend erforderlich.
  • Löcher mit Beton auffüllen – Fertig!

Da hier in der Regel keine Bodenplatte zum Einsatz kommt, sollten die Betonoberkanten ca. 5cm aus der Erdoberfläche herausragen und auf einer Ebene liegen (Tipp: Zur Prüfung eignet sich eine Schlauchwaage)

Feedback

Haben Sie auch noch Tipps für uns, was man beim Thema Garten- und Blockbohlenhäuser beachten sollte? Schreiben Sie uns an shop@bauking.de, wir freuen uns auf Ihr Feedback!